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Glossar „Dolmetschen und Übersetzen“

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A

A-Sprache

Begriff, um den Grad der Beherrschung einer Sprache zu beschreiben. Die A-Sprache ist die Mutter- oder Bildungssprache eines Dolmetschers.

 

across

Translation-Memory- und Terminologieverwaltungssystem zur Unterstützung des Terminologiemanagements.

 

Aktivsprache

A- und B-Sprachen werden zu den Aktivsprachen gerechnet.

 

Amtssprache

Sprache, in der internationale Organisationen bzw. Regierungen/Behörden kommunizieren. Sowohl bei internationalen Organisationen als auch in Ländern kann es gleichzeitig mehrere Amtssprachen geben. In Fällen, in denen es viele Amtssprachen gibt, werden oft zur internen Verständigung (mündlich und schriftlich) Arbeitssprachen festgelegt. Bei den Vereinten Nationen beispielsweise sind Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch und Spanisch Amtssprachen, wohingegen nur Englisch und Französisch Arbeitssprachen sind. Dies bedeutet, dass bspw. alle offiziellen Dokumente in alle Amtssprachen übersetzt, im täglichen Geschäftsverkehr aber Englisch und Französisch benutzt werden.

 

Apostille

Auch Haager Apostille genannt, bestätigt die Echtheit einer Urkunde, die dafür im Original vorgelegt werden muss. Sie wird dazu von einer dazu bestimmten Behörde des Staates, durch den die Urkunde ausgestellt wurde, erteilt. —> Auswärtiges Amt „Deutsche öffentliche Urkunden zur Verwendung im Ausland“.

 

Arbeitssprache

Siehe Amtssprache.

B

B-Sprache

Begriff, um den Grad der Beherrschung einer Sprache zu beschreiben. Die B-Sprache ist eine erlernte Sprache, die vom Dolmetscher auf annähernd dem selben Niveau beherrscht wird wie eine A-Sprache (Muttersprache).

 

BDÜ

Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. - größter Berufsverband der Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland. Durch hohe interne Aufnahmekriterien stellt eine BDÜ-Mitgliedschaft bereits einen Qualitätsstandard dar. Die Verbandsmitglieder verfügen allesamt über die für die neue Norm DIN EN 15038 erforderliche fachliche Qualifikation.

 

Beratender Dolmetscher

Beratende Dolmetscher rekrutieren Dolmetscherteams für verschiedene Auftraggeber. Erfahrung, die Fähigkeit, gut mit Menschen umgehen zu können sowie gute Geschäftsmoral und ein Höchstmaß an Professionalität sind Voraussetzungen, um als beratender Dolmetscher arbeiten zu können.

 

Beschallung

Beschallung ist die elektroakustische Verstärkung von Darbietungen, die sich von sprachlichen und musikalischen Vorträgen bis hin zu Konferenzen erstrecken. Sie wird mittels Beschallungsanlagen realisiert, die den Zweck haben, die Zuhörer das akustische Geschehen gleichmäßig, verständlich und in angemessener Lautstärke erleben zu lassen.

 

Beschallungstechnik

Die Beschallungstechnik umfasst die Gesamtkonzeption zur Beschallung mit einem Audiosystem. Unter der Berücksichtigung der beschallungstechnischen bzw. akustischen Beschaffenheit der Örtlichkeiten und mit den Vorgaben der Einsatzart (Rede, Präsentation, Diskussion, etc.) wird eine Beschallungsanlage zusammengestellt. Diese geht vom Input (Mikrofon, Audioquelle) zur Weiterverarbeitung (Mischpult, Equalizer, Aufnahme usw.) bis hin zum Output (Lautsprecher, Dolmetscheranlage, ...). Die Beschallungstechnik muss also alle bei einer Konferenz vorhandene Audioquellen und deren Schnittstellen berücksichtigen sowie weitere Ressourcen zur Verfügung stellen und diese dann miteinander verknüpfen.

C

C-Sprache

Begriff, um den Grad der Beherrschung einer Sprache zu beschreiben. Der Dolmetscher ist in der Lage, diese Sprache bestens zu verstehen und in einer anderen Sprache wiederzugeben, er dolmetscht aber nicht in diese Sprache.

 

Computerunterstützte Übersetzung

Computerprogramme zur Unterstützung von Übersetzern (z.B. Translation-Memory-Systeme wie Trados oder across). Nicht zu verwechseln mit maschinellen Übersetzungen, die i.d.R. ohne Mitwirkung eines menschlichen Übersetzers entstehen.

D

DIN EN 15038

Diese neue europäische Norm für Übersetzungsdienstleistungen trat am 1. August 2006 in Kraft. Sie löst die deutsche DIN 2345 für Übersetzungsaufträge ab.

 

Dolmetscher

Gem. § 9 I der Prüfungsordnung für Übersetzer und Dolmetscher vom 27. Mai 1993 sind in der staatlichen Prüfung nachzuweisen: „Gewandtheit im Ausdruck; Fähigkeit der Anpassung an den jeweiligen Text und seine Sprachform; rasche Auffassungsgabe; gutes Gedächtnis; Konzentrationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen; die Befähigung, mögliche Missverständnisse und Fehldeutungen der Übertragung vorauszusehen und bei der Wiedergabe auszuschalten; gewandtes und sicheres Auftreten; Vertrautheit mit den praktischen Anforderungen und Gepflogenheiten des Dolmetschens; die Fähigkeit, einen Vortrag in rhetorisch adäquater Weise sprachlich einwandfrei und flüssig in der anderen Sprache wiederzugeben, ... .“

Kurz: Es genügt nicht, zwei Sprachen in Wort und Schrift zu beherrschen. Lesen Sie bitte auch weiter unter ´Hausfrauen`.

 

Dolmetscheranlage

Sie besteht i.d.R. aus Dolmetscherpult, Steuerzentrale, Infrarotanlage, alternativ Induktivanlage oder Delegiertenanlage.

Das Dolmetscherpult in der Dolmetscherkabine dient dem Dolmetscher zur Wahl der Kanäle, in die er spricht und welche er hören möchte. Er trägt eine Hör-Sprech-Garnitur oder arbeitet mit einem Tischmikrofon und einem Kopfhörer. Das Dolmetscherpult ist über ein spezielles Kabel- oder Bussystem an eine Steuerzentrale angeschlossen. Diese Einheit verwaltet die Ein- und Ausgangskanäle der Dolmetscheranlage. Eingespeist wird meist der Originalton aus dem Saal. Als Ausgangssignale stehen die einzelnen Sprachkanäle zur Verfügung, die dann an angeschlossene Kopfhörer oder an eine Infrarot-Dolmetscheranlage oder Induktivanlage weitergegeben werden.

F

Flüsterdolmetschen

Eine Sonderform des Simultandolmetschens, bei der der Dolmetscher einigen wenigen Zuhörern das Gesagte in der Zielsprache zuflüstert. Eine Intervention (eigener Redebeitrag) ist nicht möglich. Beim Flüsterdolmetschen ohne Hilfsmittel sollte die Anzahl der Zuhörer auf zwei begrenzt sein. Beim Flüsterdolmetschen mit Hilfsmittel (siehe ´Personenführungsanlage´) flüstert der Dolmetscher in ein Mikrofon und die Zuhörer hören über Kopfhörer die Verdolmetschung in der von ihnen gewünschten Lautstärke. Da beim Flüsterdolmetschen zahlreiche Störfaktoren (Flüstern stört den Redner und nicht auf die Verdolmetschung angewiesene Zuhörer, Nebengeräusche, ...) auftreten können, sollte es nur nach genauer Prüfung der Einsatzbedingungen eingesetzt werden.

 

Freie Berufe

Die Freien Berufe haben im Allgemeinen auf der Grundlage besonderer beruflicher Qualifikation oder schöpferischer Begabung die persönliche, eigenverantwortliche und fachlich unabhängige Erbringung von Dienstleistungen höherer Art im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit zum Inhalt. In den publizistischen Berufen zählen Dolmetscher und Übersetzer zu den Freien Berufen. Freiberufler können sich in Partnerschaftsgesellschaften zusammenschließen.

 

Freie Übersetzung

Übersetzung, bei der nicht so sehr die genaue Formulierung als die allgemeine Bedeutung in den Mittelpunkt gestellt wird.

G

Gebärdensprache

Visuell wahrnehmbare Sprache, die aus kombinierten Zeichen (Gebärden) vor allem der Hände aber auch mit Mimik, Mundbild und Körperhaltung gebildet wird, zur Kommunikation mit / unter Schwerhörigen / Gehörlosen. In Deutschland haben gehörlose Menschen beispielsweise bei Behörden und am Arbeitsplatz Anspruch auf einen Gebärdensprachdolmetscher.

 

Gerichtsdolmetscher

Gerichtsdolmetscher ist eine Arbeitsbezeichnung für eine Reihe, von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen amtlichen und geschützten Bezeichnungen einer Berufsgruppe. Sie arbeiten als vereidigte / beeidigte / öffentlich bestellte Dolmetscher. Ihre Vergütung erfolgt nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz. Sie werden i.d.R. von dem für ihren Wohnort zuständigen Landgerichtspräsidenten nach ländereigenen Vorschriften bestellt.

 

Glossar

Unentbehrliche Hilfe für den Übersetzer. Im Gegensatz zum Wörterbuch kann das Glossar als einsprachiges Spezialwörterbuch bezeichnet werden. Es enthält stichwortartig geordnete Termini, deren Definitionen und eventuell zusätzliche Merkmale nach Bedarf des Benutzers.

H

Haftpflichtversicherung

Professionelle Dolmetscher und Übersetzer verfügen über eine Betriebs- und Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung. Nur so sind Sie als Kunde abgesichert, sollte z.B. ein Neudruck Ihrer Broschüre erforderlich werden oder ein anderweitiger Schaden aufgrund fehlerhafter Übersetzung eintreten. Angaben zu einer Betriebs- und Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung, einschließlich des Geltungsbereiches, finden Sie im Impressum einer Webseite.

Achtung: Einige Übersetzungsbüros reichen Aufträge - ohne das Wissen ihrer Kunden - an Übersetzer im Ausland weiter - einschließlich des (dann nicht gedeckten) Haftungsrisikos. Erkundigen Sie sich vor Auftragserteilung, wer im Schadensfall haftet und ob eine Deckung vorhanden ist!

 

Hausfrauen

Gerne bezeichnen sich zweisprachige Hausfrauen als Dolmetscher und Übersetzer - und sie dürfen dies sogar. Die Berufsbilder Dolmetscher bzw. Übersetzer sind in Deutschland nicht geschützt. Wenn Sie als Kunde Wert auf Qualität und Professionalität legen, sollten Sie daher ganz genau prüfen, wem sie Ihren Auftrag erteilen. Ein Studium mit Abschluss Diplom-Dolmetscher / -Übersetzer bzw. eine staatliche Prüfung als Dolmetscher / Übersetzer (mehr hierzu unter ´Dolmetscher´) sollten Auswahlkriterien sein. Auch eine Mitgliedschaft in einem großen Berufsverband der Dolmetscher und Übersetzer kann oftmals als „Gütesiegel“ gesehen werden, da diese Verbände i.d.R. strenge Aufnahmekriterien haben. „Beeidigter Dolmetscher“, „ermächtigter Übersetzer“ und ähnliche Bezeichnungen lassen für sich alleine genommen keinen verlässlichen Rückschluss auf die Qualität eines Dolmetschers bzw. Übersetzers zu. In mehreren Bundesländern werden Hausfrauen beeidigt / ermächtigt, weil professionelle Sprachmittler zu den Konditionen der Behörden ihre Leistung nicht erbringen. Dies hat übrigens immer wieder gravierende Folgen für den Prozessverlauf.

Achtung: Einige Übersetzungsbüros reichen Aufträge - ohne das Wissen ihrer Kunden - an geringer qualifizierte „Dolmetscher“ und „Übersetzer“ weiter, um so die Gewinnspanne zu erhöhen. Erkundigen Sie sich vor Auftragserteilung, durch wen Ihr Auftrag bearbeitet werden soll!

Lesen Sie bitte auch weiter unter ´Haftpflichtversicherung´.

I

Induktivanlage

Die Induktivanlage ist eine Form der drahtlosen Dolmetscheranlage. Ihr liegt das Prinzip der elektromagnetischen Induktion zugrunde. Auf dem Boden des Konferenzraumes wird eine Antenne verlegt, die den Transport des gedolmetschten Wortes zu den Induktivempfängern übernimmt. Mit der Induktivanlage ist eine Übertragung von bis zu sechs Sprachen möglich. Im Gegensatz zur Infrarotanlage können sich elektromagnetische Einflüsse, die z.B. durch Funkverkehr oder nicht entstörte Maschinen entstehen, störend auf die Übertragungsqualität auswirken. Die Übertragungsart ist nicht abhörsicher. Vorteile sind die drahtlose Übertragung, die mehrkanalige Übertragung, die hochwertige Übertragungsqualität, der Preis im Vergleich zur Infrarottechnik.

 

Informationsübersetzung

Genaue, aber ungeschliffene Übersetzungen werden oft als Informationsübersetzungen bezeichnet. Sie können in der Regel schneller und preiswerter erstellt werden als Publikationsübersetzungen. Geht es Ihnen um Marketing oder zählt das Image, sind Informationsübersetzungen jedoch nicht ausreichend.

 

Infrarotanlage

Eine Infrarotanlage wandelt akustische Signale in optische um, überträgt diese und macht sie anschließend wieder hörbar. Vorteile sind die drahtlose Übertragung, die mehrkanalige Übertragung, die hochwertige Übertragungsqualität, Abhörsicherheit sowie die Immunität gegenüber elektromagnetischen Störungen.

 

Interkulturelle Kommunikation

Interkulturelle Kommunikation ist eine praxisorientierte, interdisziplinäre Wissenschaft mit der Zielrichtung, die Kommunikation zwischen Angehörigen unterschiedlicher Werte- und Kulturräume verständlich zu machen und gegebenenfalls zwischen ihnen zu vermitteln. Da Sprache das zentrale Kommunikationsmittel des Menschen ist, besitzt interkulturelle Kommunikation eine unmittelbare Nähe zur Linguistik und setzt ein natürliches Verständnis der jeweiligen Sprachen voraus.

J

Justizvergütungs- und
-entschädigungsgesetz

Am 1. Juli 2004 führte das Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz (JVEG) für Dolmetscher und Übersetzer bei Gericht erstmals das Vergütungsprinzip ein, d.h. es wurden feste Sätze für die Erbringung von Sprachdienstleistungen festgelegt. Der BDÜ stellt einen Leitfaden mit Informationen zum neuen JVEG bereit „Was sich bei der Zusammenarbeit mit Übersetzern und Dolmetschern geändert hat.

K

Kabinendolmetscher

Umgangssprachliche Bezeichnung für Simultandolmetscher.

 

Konferenzdolmetscher

Konferenzdolmetscher dolmetschen i.d.R. bei internationalen zwei- oder mehrsprachigen Kongressen, Konferenzen, Messen, etc. simultan und / oder konsekutiv meist bei Ausführungen hohen Schwierigkeitsgrades. In Deutschland arbeiten die meisten Konferenzdolmetscher freiberuflich.

 

Konferenzsprache

Offizielle Verhandlungssprache einer internationalen Konferenz (siehe auch Amtssprache und Arbeitssprache). Außerhalb des Arbeitsfeldes der Dolmetscher und Übersetzer wird unter dem Begriff Konferenzsprache auch eine verklausulierte Formulierung verstanden.

 

Konferenztechnik

Technische Ausstattung, Dolmetschkabinen, Art, Zahl, Platzierung der Mikrofone, Anordnung des Rednerpults und der Projektionswand - wir beraten Sie gerne.

 

Konsekutivdolmetschen

Der Dolmetscher gibt eine Rede oder einen Vortrag im Anschluss oder in einzelnen Abschnitten in der Zielsprache mündlich wieder. Eine wichtige Voraussetzung ist daher neben einem geschulten Gedächtnis die Beherrschung spezieller Notizentechniken.

 

Konsistenz

Eigenschaft eines Textes, in dem derselbe Gegenstand oder Grundbegriff immer mit demselben Terminus bezeichnet wird (terminologische Konsistenz) oder derselbe Vorgang oder dieselbe Idee immer auf das Komma genau mit demselben Satz oder derselben Satzgruppe beschrieben wird (phraseologische Konsistenz). Die Beachtung der Konsistenz ist besonders in technischen Texten wichtig. Die Konsistenz trägt zu einer besseren Verständlichkeit der Texte bei.

L

Legalisation

Ist die Bestätigung der Echtheit einer ausländischen öffentlichen Urkunde durch den Konsularbeamten des Staates, in dem die Urkunde verwendet werden soll.

 

Lektorat

Umgangssprachlich wird der Lektor oftmals mit dem Korrektor verwechselt. Zusätzlich zu den Aufgaben eines Korrektors, Überprüfen von Texten auf Grammatik, Interpunktion, Rechtschreibung und Typografie, achtet der Lektor auch auf Stil und gegebenenfalls sachliche Richtigkeit.

M

Maschinelle Übersetzung

Auch automatische Übersetzung, bezeichnet die Übersetzung eines Textes mit Hilfe eines Computerprogrammes (z.B. Language Weaver) ohne menschlichen Eingriff. Derzeit ist die Qualität solcher Übersetzungen trotz Kombination verschiedener Übersetzungsmethoden / Herangehensweisen ohne aufwändige Überarbeitung nicht ausreichend.

 

Mitschnitt

Siehe Urheberrecht.

 

Muttersprache

a) Die A-Sprache des Dolmetschers.

b) Das Thema „Übersetzen nur in die Muttersprache“ ist bei Übersetzungsdienstleistern und in der Industrie gleichermaßen umstritten. Vielen ist es wichtig, dass der Übersetzer sorgfältig arbeitet, stets nachfragt und Kenntnisse der Branche besitzt. Eine Publikationsübersetzung sollte aber stets von einem qualifizierten Übersetzer in seiner Muttersprache Korrektur gelesen werden.

N

Netzwerk

Viele freiberuflich tätigen Dolmetscher haben sich in mehr oder weniger strukturierten Netzwerken zusammengeschlossen. Partnerschaften gem. Partnerschaftsgesellschaftsgesetz sind seltener anzutreffen.

 

Normzeile

Eingebürgert hat sich im deutschsprachigen Raum ein Umfang von 55 Anschlägen einschließlich Leerzeichen. Dieser Wert findet sich auch im Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz. Maßgeblich ist der Text in der Zielsprache.

 

Notizentechnik

Kommt beim Konsekutivdolmetschen zum Einsatz. Es handelt sich um eine weitgehend sprachunabhängige Notation, die dem Dolmetscher als Gedächtnisstütze bei der Wiedergabe längerer Redepassagen (i.d.R. bis zu 10 Minuten) helfen soll. Sie basiert auf einer Mischung verschiedener, aufeinander aufbauender Grundsymbole, die von jedem Dolmetscher individuell angepasst wird. Die Notizentechnik ist nicht mit der Stenografie zu verwechseln.

P

Paralleltext

Text in der Ausgangs- oder Zielsprache, der dem zu übersetzenden Text hinsichtlich des Fachgebiets oder der Textsorte vergleichbar ist. Hierzu zählen auch frühere Übersetzungen derselben Textsorte.

 

Partnerschafts-gesellschaftsgesetz

Das Partnerschaftsgesellschaftsgesetz (PartGG) regelt den Zusammenschluss Angehöriger Freier Berufe zur Ausübung ihres Berufes in einer Gesellschaft.

 

Passivsprache

C-Sprachen werden als Passivsprache bezeichnet.

 

Personenführungsanlage

Eine Personenführungsanlage (auch Dolmetscher-Führungsanlage, „Flüsterkoffer“ bzw. Werksführungsanlage) besteht i.d.R. aus einem drahtlosen Sendemikrofon des Dolmetschers, einer größeren Anzahl drahtloser Empfangsteile für die Zuhörer sowie einer Ladestation. Der Dolmetscher spricht leise in das Mikrofon (siehe auch Flüsterdolmetschen) und die Zuhörer folgen der Verdolmetschung per Kopfhörer.

 

Publikationsübersetzung

Übersetzungen, die höchsten Ansprüchen gerecht werden, bezeichnet man als Publikationsübersetzungen. Stil, Wortwahl sowie Satzstruktur und -länge werden genau auf das Zielpublikum abgestimmt. Die Druckfahne einer Publikationsübersetzung wird bei Raeke Dolmetschservice stets von einem qualifizierten Übersetzer in seiner Muttersprache Korrektur gelesen.

Q

Quellsprache

Sprache, aus der bei einer maschinellen Übersetzung in eine andere Sprache (Zielsprache) übersetzt wird. Wird ein Text von Menschen übersetzt wird statt dessen von Ausgangssprache gesprochen.

 

Quelltext

Bezeichnet in der Sprachwissenschaft den zu übersetzenden Text (auch als Originaltext oder Ausgangstext bezeichnet).

R

Relais-Dolmetschen

Als Relais-Dolmetschen wird beim Simultandolmetschen eine Arbeitsweise bezeichnet, bei der aus einer wenig verbreiteten Sprache in eine weit verbreitete Arbeitssprache (bspw. Englisch) gedolmetscht wird, und zwar nicht nur für die Zuhörer, sondern auch als Ausgangstext für andere Dolmetscher, die dann in ihre jeweilige Konferenzsprache dolmetschen.

S

Schwierigkeitsgrad

Der Schwierigkeitsgrad einer Übersetzung ergibt sich aus der Bewertung, der einen Text bestimmenden Text- und Übersetzungsmerkmale.

 

Simultandolmetschen,

Simultandolmetscher

Der Dolmetscher überträgt die mündlichen Ausführungen des Sprechers nahezu zeitgleich (simultan) mit Hilfe technischer Hilfsmittel aus einer in eine andere Sprache. Diese Dolmetschtechnik wird meist bei internationalen Konferenzen, Kongressen und Seminaren mit vielen Teilnehmern gefordert. Ihr Vorteil liegt im unterbrechungsfreien und damit auch zeitsparenden Vortrag des Redners. Die simultane Übertragung in die Zielsprache ist das Hauptarbeitsfeld der Konferenzdolmetscher.

Eine Sonderform des Simultandolmetschens ist das Flüsterdolmetschen.

 

Simultanübersetzer,

Simultanübersetzung,

Synchronübersetzer

Oftmals gebrauchte fälschliche Bezeichnungen für Simultandolmetscher. Siehe auch „Übersetzer“.

 

Softwarelokalisierung

„Lokalisierung“ heißt Anpassen von Softwareprodukten an die sprachlichen und soziokulturellen Gegebenheiten eines Marktes. Unter Einsatz von Translation-Memory- und Terminologieverwaltungssystemen werden die Benutzeroberfläche, Meldungen, Webseiten, etc. übersetzt. Wir bieten Ihnen an, Lokalisierungsprojekte gleichzeitig in mehrere Zielsprachen durch ein Team aus freiberuflichen Übersetzern durchzuführen.

 

Sprachwissenschaften

Sprachwissenschaft ist ein Sammelbegriff für alle Wissenschaften, die in irgendeiner Form Sprache untersuchen. Die Bezeichnung „Linguistik“ wird vielfach synonym verwendet, ist jedoch im strengen Sinne nur ein Teilgebiet der Sprachwissenschaft. Sprach- und Literaturwissenschaft werden unter dem Begriff Philologie (griech. „Liebe zum Wort“) zusammengefasst.

T

Terminologieportal

Bietet im Internet Dolmetschern und Übersetzern eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Terminologierecherche. Hier finden Sie eine kleine Zusammenstellung von Terminologieportalen, Wörterbüchern, etc.

 

Textmerkmale

· Wortschatz / Satzbau / Stil (einfach und klar / kompliziert / außergewöhnlich schwierig);

· fachsprachliche Merkmale (keine / wenige / zahlreiche Fachausdrücke);

· Lesbarkeit / Verständlichkeit des Textes (gut / schwer lesbar / Vorlage unvollständig)

 

Textsorte

Als Textsorte wird eine Gruppe von Texten verstanden, die sich durch bestimmte Bündel von Merkmalen auszeichnet (bspw. Stil, Satzbau, Wortwahl). In der Regel unterscheidet man folgende Textsorten.

 

Trados

Translation-Memory- und Terminologieverwaltungssystem zur Unterstützung des Terminologiemanagements.

 

Transkription

Die aussprachebasierte Darstellung von Sprache mit Hilfe einer phonetisch definierten Lautschrift oder eines anderen Basisalphabetes als Lautschriftersatz. Die Transkription soll dem Nicht-Muttersprachler eine halbwegs richtige Aussprache des Wortes ermöglichen.

 

Translation-Memory-Tool

Computerprogramm, das im Rahmen computerunterstützter Übersetzungen zur Anwendung kommt (z.B. Trados, across). Solche Programme merken sich einmal übersetzte Segmente in der Ausgangs- und der Zielsprache, finden ähnliche Sätze oder Ausdrücke in späteren Quelltexten wieder und unterbreiten Übersetzungsvorschläge.

 

Transliteration

Die schriftbasiert buchstabengetreue, bei Bedarf wieder umkehrbare Umsetzung eines Wortes aus einer Schrift (bspw. Kyrillisch) in eine andere (bspw. Lateinisch). Mit ihrer Hilfe soll die genaue Schreibweise des Wortes in einem anderen Schriftsystem dargestellt werden.

U

Übersetzer

Ein Übersetzer ist eine Person, die einen in der Regel schriftlich fixierten Text von einer Sprache (Ausgangssprache) in eine andere (Zielsprache) überträgt. Die Berufsbezeichnung "Übersetzer" ist in Deutschland gesetzlich nicht geschützt.

 

Übersetzungsagentur

Anbieter von Übersetzungs- und Dolmetscher-Dienstleistungen. Die Dienstleistung wird zum Teil durch fest angestellte Mitarbeiter erbracht. I.d.R. tritt eine Agentur aber nur als Vermittler zwischen Kunden und freiberuflichen Übersetzern / Dolmetschern auf. An den eigentlichen Erbringer der Dienstleistung wird meist nur ein unter den marktüblichen Sätzen liegendes Honorar gezahlt. Dies führt häufig dazu, dass die Dienstleistung für den Kunden nicht durch die besten freiberuflichen Dolmetscher und Übersetzter erbracht wird.

 

Übersetzungsmerkmale

· erforderliche Hilfsmittel (Fachwörterbuch und / oder Fachdokumentation nicht erforderlich / Fachwörterbuch erforderlich / Fachwörterbuch und / oder Fachdokumentation erforderlich);

· Sprachgruppen (EU-Sprachen / andere europäische Sprachen / außereuropäische Sprachen)

 

Urheberrecht

Im Gesetz über Urheberrecht (UrhG) heißt es unter §3 Bearbeitungen: „Übersetzungen und andere Bearbeitungen eines Werkes, die persönliche geistige Schöpfungen des Bearbeiters sind, werden unbeschadet des Urheberrechts am bearbeiteten Werk wie selbständige Werke geschützt.“ §13 führt zur Anerkennung der Urheberschaft aus:„Der Urheber hat das Recht auf Anerkennung seiner Urheberschaft am Werk. Er kann bestimmen, ob das Werk mit einer Urheberbezeichnung zu versehen und welche Bezeichnung zu verwenden ist.“

Auch eine Verdolmetschung ist urheberrechtlich geschützt. Sie ist ausschließlich zum sofortigen Anhören bestimmt. Eine Aufzeichnung bzw. Übertragung ist ohne vorherige Zustimmung des Dolmetschers (entgeltliche Übertragung der Urheberrechte) nicht zulässig.

Ausführliche Informationen bietet: Das Urheberrecht der Dolmetscher und Übersetzer von Manuel Cebulla.

 

Urkundenübersetzen

Der Übersetzer bescheinigt die Richtigkeit und Vollständigkeit seiner Übersetzung. Es handelt sich nicht um eine Beglaubigung im Sinne des Beurkundungsrechts. Dies ist den Ordnungsämtern und den Notaren vorbehalten. Die in einigen Bundesländern übliche Überschrift „Beglaubigte Übersetzung aus der ... Sprache“ ist daher in anderen Bundesländern verboten. Vielmehr wird dort von „Bestätigen“ der Richtigkeit und Vollständigkeit der Übersetzung gesprochen.

 

Urkundenübersetzer

Urkundenübersetzer ist eine Arbeitsbezeichnung für eine Reihe von Bundesland zu Bundesland unterschiedlichen amtlichen und geschützten Bezeichnungen einer Berufsgruppe. Sie arbeiten als vereidigte / beeidigte / öffentlich bestellte / ermächtigte Übersetzer. Ihre Vergütung erfolgt nach dem Justizvergütungs- und -entschädigungsgesetz. Sie werden i.d.R. von dem für ihren Wohnort zuständigen Landgerichtspräsidenten nach ländereigenen Vorschriften bestellt.

V

Verhandlungsdolmetscher

Kommen z.B. bei Geschäftsverhandlungen, Betriebsbesichtigungen, Fachgesprächen, politischen und kulturellen Begegnungen oder auf Messen zum Einsatz aber auch bei Gerichtsverhandlungen. Als Dolmetschtechnik wird meist das Konsekutivdolmetschen angewandt.

 

Verkehrssprache

Auch Lingua franca. Sprache, die Menschen verschiedener Sprachgemeinschaften in bestimmten Themenfeldern (z.B. Handel, Diplomatie, Wissenschaft) den Verkehr (die Verständigung) untereinander ermöglicht. Zum Beispiel ist heute in Handel und Wissenschaft Englisch die gebräuchlichste Verkehrssprache. Regional kann aber auch eine andere Sprache die Rolle der Lingua franca einnehmen, so das Russische in vielen Nachfolgestaaten der Sowjetunion.

W

Wörterbuch

Im Gegensatz zum Glossar ist das Wörterbuch gekürzt und bezieht sich auf zwei oder mehr Sprachen. In seiner einfachsten Form handelt es sich um eine 1:1-Äquivalenztabelle.

 

Wörtliche Übersetzung

Übersetzung, die die Formulierung, Wortwahl und den Satzbau des Ausgangstexts möglichst originalgetreu wiedergibt. Eine wörtliche Übersetzung liest sich meist unnatürlich und kann den Inhalt des Ausgangstextes verfälscht oder ungenau wiedergeben. Im Normalfall wird daher meist der freien Übersetzung der Vorzug gegeben.

Z

Zielleserschaft

Der Personenkreis, für den die Übersetzung bestimmt ist, z.B. Kunden, Fachleute oder Kinder. Bei der Auftragserteilung an einen Übersetzer sollte stets die Zielleserschaft angegeben werden, damit der Übersetzer die passende Stil- und Wortwahl bestimmen kann.

Lieber Leser, die Zusammenstellung dieses Glossars hat viel Arbeit bereitet. Eine vollständige Vervielfältigung oder eine Vervielfältigung in überwiegenden Teilen ist daher nur unseren Kunden oder zum privaten Gebrauch gestattet. Gerne dürfen Sie - auch zur kommerziellen Nutzung - auf diese Webseite verlinken.

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